Natura 2000 - Aller-Leine-Tal im Februar '19 ...

Natura 2000 - Ausweisung Schutzgebiete Aller-Leine-Tal

Es heißt immer "Politik ist dicke Bretter bohren". 😳 Als gelernte Tischlerin kontere ich immer vermeintlich gekonnt mit meiner Ausbildung und damit, dass ich wisse, welchen Bohrer ich denn verwenden müsse. Aber an der Schutzgebietsausweisung im Aller-Leine-Tal sehen wir doch, dass manche Bohrer durch Verwaltungs- und Parteienignoranz und mangelndes Bewusstsein für die Probleme vor Ort, schnell stumpf geworden sind. Seit jetzt 27 Monaten 📆 beschäftigen wir uns seit der offiziellen Auftaktveranstaltung der Kreisverwaltung im November '16 in Hodenhagen mit der Ausweisung nach FFH-Richtlinie mit diesem großen Gebiet. 🐌🌳🍃🐟

Als FDP Heidekreis waren wir schnell zu einer Linie der Durchführung gekommen:
1. Keinen Quadratmeter mehr als notwendig. 😬
2. Immer die flacheste, bzw. geringste Schutzausweisung, vorzugsweise als Landschaftsschutzgebiet. 😈
3. Im Einvernehmen mit den Betroffenen. 😄

In zahlreichen Arbeitskreisen und Umweltausschuss-Sitzungen habe ich diese Positionen vertreten. Unter anderem war auch unverständlich, dass über das gesamte Gebiet von 7.200 ha ein komplettes Betretungsverbot 🚶💃 aufgelegt werden soll. Fragen nach Statistiken, wie viele Menschen denn wirklich auf die Flächen treten, mussten als nicht vorhanden beantwortet werden. Bis heute wissen viele der Betroffenen nicht, welche Lebensraumtypen auf ihrem Grund und Boden kartiert worden sind und weshalb sie denn so scharf schützenswert seien. Neben den Betretungsverboten für Spaziergänger, Hundeausführer 🐕 und Erholungsuchende sind auch den Jägern 🐗 und Anglern 🐠 starke Einschränkungen in ihrer Ausübung ihres Hobbys auferlegt worden.

Jeder, aber auch jeder Einwand, den ich in den vergangenen Monaten immer wieder äußerte, 🙊 ist von den stärksten Fraktionen CDU und SPD weg gelächelt worden. 🙈 Die SPD ließ sich neulich in der Böhme-Zeitung zitieren, dass jetzt genügend Zeit in die Verordnung geflossen sein und jetzt auch mal genug wäre - ganz nach dem Motto, Quantität ist besser als Qualität. 🙉 Die CDU Fraktion hatte jetzt zu drei öffentlichen Sitzungen eingeladen und nun endlich auch Bedenken und Argumente gegen die derzeit offengelegte Verordnung gesammelt. Sie zeigt sich optimistisch, mit den zahlreichen zu erwartenden Einwänden den Verordnungsentwurf noch heilen zu können. Wenn ich meine Erinnerung zu Hilfe rufe, wie in der Vergangenheit mit Einwänden umgegangen wurde, habe ich doch berechtigte Zweifel, dass das noch gelingen wird.

Bereits im April 2017 zu den Haushaltsberatungen 17/18 hatte #gerohocker in seiner Rede deutlich gemacht 👏, dass Jäger und Angler keine Einschränkungen bei den Schutzgebietsausweisungen zu machen sei - wer heute sagt, jetzt auf die schnelle, sei eben nix mehr zu machen, der hat eben einfach die Zeit verpennt.

Hier geht es zu dem Video auf YouTube: (es öffnet sich ein neues Fenster)

 

Last modification: Mo 18 Feb 2019