"Selbstbestimmt im Ländlichen Raum"

Pressemitteilung Bericht Veranstaltung "Selbstbestimmt im Ländlichen Raum" - Stefan Birkner stellt sich den Fragen der Forst- und Landwirtschaft

Walsrode, 05.10.2017. Dr. Stefan Birkner, Fraktionsvorsitzender und Spitzenkandidat der FDP, stellte sich den Fragen der rund 50 Forst- und Landwirte im Rahmen einer Einladung der Landtagskandidatin Tanja Kühne.

Birkner stellte heraus, dass neben der Automobilwirtschaft die Ernährungswirtschaft der zweitwichtigste Wirtschaftszweig in Niedersachsen sei. Deshalb gelte es, die Landwirtschaft bei Veränderungen mitzunehmen und gemeinsam Zukunftskonzepte zu entwickeln. Das gehe nicht von heute auf morgen, sondern müsse mit Augenmaß entworfen werden.

Anhand von konkreten Beispielen, die der Anwalt für Agrarrecht Christian Teppe aus der Praxis skizzierte, positionierte sich Birkner, auch in Hinblick auf die aktuellen Schutzgebietsausweisungen im Aller-Leine-Tal, strikt gegen die derzeitige Praxis der rot-grünen Landespolitik. Die Liberalen forderten bei den Schutzgebietsausweisungen die niedrigsten Schutzgebietsaussweisungen, lediglich mit groben Rahmenplänen. Individueller Vertragsnaturschutz solle anschließend mit den Grundeigentümern vereinbart werden, die den speziellen Anforderungen der einzelnen Bewirtschafter viel näher entsprechen würden.

Eine Verschärfung des Jagdrechtes lehnen die Freien Demokraten ebenfalls ab. Sie setzen sich dafür ein, den Wolf in das Jagdrecht mit einer ganzjährigen Schonzeit aufzunehmen. "Wir müssen darüber sprechen, worum es geht", so Birkner, "die Regulierung der Population der Wölfe geschieht durch Tötung. Und hier ist es nicht akzeptabel, dass jemand anderes als der Grundeigentümer oder Jagdpächter die Wölfe im Fall der Fälle bejagt". Kurzfristig fordern die Liberalen Beweislastumkehr bei der Auszahlung von Entschädigungen an betroffene Weidetierbetriebe.

Negativ beurteilte Stefan Birkner auch das Verbandsklagerecht, dass unter einer Regierungsbeteiligung der FDP wieder rückgängig gemacht werden solle und das Klagerecht zukünftig wieder den Geschädigten vorbehalten sein soll.

"Wir werden uns hier vor Ort weiterhin für die Belange der Forst- und Landwirtschaft einsetzen", schloss Tanja Kühne die Veranstaltung. "Dazu benötigen wir weiter die Berichte aus der Praxis und freuen uns auf den Dialog mit Ihnen."

Bildunterschrift:
Christian Teppe,Fachanwalt, Regine Diepold, stellvertr. Kreisvorsitzende Heidekreis, Georg Graf von Nesselrode, Forstwirt, Tanja Kühne, Landtagskandidatin Walsrode, Dr. Stefan Birkner, Spitzenkandidat der FDP

Last modification: Fr 13 Okt 2017